Der TV Lommiswil am ETF 2025 in Lausanne die Saga Teil 2
Guten Morgen, guten Morgen, guten Morgen, Sonnenschein. Das Wetter in Lausanne zeigt sich einmal mehr von seiner schönsten Seite. Bereits in den frühen Morgenstunden war es angenehm warm und die Sonne strahlte nur so vor sich hin. Da sich die Lommiswiler Turner (oder auch Nachteulen) nicht korrekt im Zelt platziert hatten, wurden sie bereits ab ca. 07:30 wie Poulets im Zelt gegrillt - ans Aufstehen dachte aber niemand. Kurz nach 09:00 Uhr kam dann Bewegung in die Sache, denn man wollte wieder an den See und die Aussicht geniessen resp. sich von den Strapazen vom gestrigen Zeltaufbau erholen. Nur einer machte keinen Wank; KH von Lommiswil blieb in gewohnter Manier einfach liegen.
Nachdem die Müdigkeit abgeschüttelt war, gab es bereits den ersten Jus d'oranges (Franz Wortschatz + 1) und man ging auf «Futtersuche». Ganz nach dem Motto «du bist nicht du, wenn du hungrig bist» hatte unser Üüüeli keine Lust lange nach Essen Ausschau zu halten und so wurde der erste Supermarkt (Spar) angesteuert. Die beiden von Burgs hingegen ersuchten einen Denner (PS: dört gits imfall die beste Poulet Sandwiches!) und mussten dafür eine kleine Wanderung machen. Nach einer Ewigkeit zurück beim Spar waren die anderen Turner logischerweise bereits weitergezogen. Es war anzunehmen, dass diese den direkten Weg zum See genommen haben mussten. Für die von Burgs gab es noch einen Abstecher beim Wettkampflatz der Männerriege Lommiswil, auch bekannt unter dem berüchtigten und angsteinflössenden Namen «Märilo». Die Märilos waren bereits voll im Element: keiner wusste was machen, keiner wusste wohin und alle liefen einem hinterher, der wahrscheinlich auch nicht wusste, was er macht. Doch der Fokus war hoch und beim ersten Spiel «Fussball-Stafettenstab/Brett-Ball» (ganz e verruckte Name) zeigten sie ihr Können. Die Pässe kamen millimetergenau zum Mitspieler und der Stab wurde jeweils perfekt und mit Höchstgeschwindigkeit übergeben. Ronaldo, Messi, Usain Bolt und Vreni Schneider wären stolz gewesen hätten sie das gesehen!
Während die Märilos sportliche Höchstleistungen erbrachten sah das Geschehen am See bei den Jungen (eigentlich aktiv Turnern) dagegen ganz anders aus. Wer bereits einmal in San Francisco war, kennt vermutlich die bekannte Sea Lion Viewing Area. Ein ähnliches Bild fand man vor Ort in Lausanne vor. Das kühle Nass tat den Turner aber sehr gut, wie auch die schönen Pitcher Eistee, welche in regelmässigen Abständen geholt wurden. Während die Einen sich sportlich betätigten, die Anderen wie Seelöwen die Sonne genossen, war eine dritte Gruppe auf der Anreise ans Turnfest. Ziel war es, dass sich die Turnerinnen und Turner von Lommiswil um ca. 15:30 Uhr auf dem Campingplatz besammelten für den eigentlichen Zeltaufbau und ein anschliessendes Foto. Die Seelöwen machten sich daher auf die Rückreise zum Camping um die Turnschar in Empfang zu nehmen. Sinnbildlich für den Turnverein war, dass die im Bus sitzenden Seelöwen beobachten konnten, wie verstreut Turnerinnen und Turner von Lommiswil ausgemacht werden konnten. Einer auf dieser Seite der Strasse, ein anderer auf der anderen Seite und dann plötzlich noch unser Präsident mit Fahne und dem Tour Guide Affpadri (mir hei eigentlich alli gmeint dr Pädu isch dert iiiheimisch…). Papperlapapp, am Ende fanden alle Schäfchen den richtigen Campingplatz. Anschliessend wurde das obligatorische Foto gemacht und dann machte sich die Turnschar auf den Weg zum Festgelände.
Die Reise dorthin gestaltete sich einmal mehr als schwierig – sehr schwierig sogar. Nachdem mehrere Busse voll besetzt vorbeifuhren, meinte eine junge «Info-Dame»: «Oui, der nächste Bus ist leer». Als der nächste volle Bus ankam, änderte sie ihre Meinung und sagte: «Mais oui, ich glaube der nächste Bus ist leer». Die Leser können sich die Situation hoffentlich vorstellen – aber auch dieses Hindernis überwindeten die Turnerinnen und Turner von Lommiswil. Endlich am Ziel angekommen verstreute sich die Turnschar über das Festgelände. Einige gingen Baden, andere verpflegten sich und wieder andere machten einen Abstecher bei den «Werbe-Zelten» um irgendetwas gewinnen zu können. Das Schöne an der ganzen Sache war, dass sich die meisten Turner bei der bekannten Cardinal Bar wiedertrafen. Der schattige Platz wurde komplett eingenommen und die feuchtfröhliche Stimmung nahm seinen Lauf. Es hätte nicht besser sein können!
Doch dann geschah das Unglaubliche. Aus der Ferne erkannte man vereinzelt orientierungslose Märilos – diese hatten tatsächlich noch den Festplatz gefunden! Die kleine Truppe war ebenfalls gut gelaunt und freuten sich, als weitere Festbänke dazu getragen wurden, um noch mehr Platz zu schaffen. So sassen jung und jung geblieben an einem grossen Tisch – was für ein toller Anblick. Bemerkenswert war, dass die Märilos bis dahin nichts gegessen hatten. Anscheinend konnten sie nicht mit der Karte oder Twint (was ist das überhaupt) bezahlen. Nichtsdestotrotz, ein Bier hatte praktisch jeder in der Hand – wie geht denn das? Zum Glück waren die Märilos an der Festmeile angekommen und konnten verpflegt werden. Die Dürums wurden auf jeden Fall kurzerhand weggeputzt. Ausser einer von der Märilo muss das Essen eines Dürums noch ein üben – nach dem ersten Bissen hielt er nur noch das Fladenbrot in der Hand. Es ging nicht lange und dann wurden bereits erste Sprüche gerissen. Ein besonders aufmüpfiger von der Märilo wollte noch eine Beschwerde beim TK-Cheff und dem Präsidenten anbringen. Käs Problem Säm, am nächschte ETF schicke mir dir e igschribnige Brief Format A1 mit de Infos hei – das isch notiert ;). Kurz vor 20:00 Uhr war es dann für die Märilo eigentlich Zeit die Heimreise anzutreten. Doch wieder machte der Aufmüpfige Märilo Turner keine Anstalten, um aufzustehen – da wollte einer einfach nicht nach Hause gehen. Für ein Bier würde die Zeit wohl noch genügen meinte er. Nach diesem letzten Bier (du hesch ja nidemau alles ustrunke gha …. Heijeijeij) und in Begleitung von DJ Joho zottelte dieser aufmüpfige Märilo Turner am Ende dann doch noch ab. Der Anblick war herrlich – ein Trunkenbold seinesgleichen. El Presidente dazu: «lueget dä mau ah, dä cheib isch agschosse». Wie zu vernehmen war, kamen alle Märilos pünktlich in Lommiswl gesund und munter an. Es wird aber gemunkelt, dass der Aufmüpfige nur Dank der Unterstützung von zwei weiteren Märilos den Weg nach Hause fand. Der Autor wird dem noch nachgehen.
Der restliche Abend glich dem Geschehen des Vorabends. Da am Samstag aber der «grosse Wettkampftag» bevorstand, benahmen sich die Turner und kehrten teilweise frühzeitig ins Zelt zurück. Ausser Sutter Bäng, der war nicht im Zelt, sondern aufgrund des starken «Heimweh» inzwischen nach Lommiswil zurückgereist. Die jüngsten Turner beschwerten sich am späteren Abend noch, als sie nach Hause geschickt wurden. FCB Beni neu bekannt unter dem Namen Malibu Orange Beni: «morn gits aber de ke Ziit woni hei muess geu – morn blibi bis am Schluss! Jaja mein lieber Beni, wir werden gerne dafür sorgen, dass du bis am Schluss bleiben kannst. Langsam endete der schöne Sommerabend auch für die restlichen Turner und sie kehrten zum Zelt zurück. Nur einer, Mr. Mammut neu bekannt unter dem Spitznamen Airbnb Jonas oder Fürstenprinzessin, schlief nicht im Zelt, sondern kehrte zu seiner Wellnessoase zurück. Wir hoffen du hattest eine angenehme Nacht du Zäggg.
PS: Während der Heimreise (im Bus von der Festmeile bis zum Zelt) begegneten noch einige Lommiswiler einem fremden Turner Namens Sandro. Sandro der Herr der Wiederkäuer – wir sind stolz auf dich und deine Leistung!
Fazit des Tages:
- Üse Mr. Olympia het dank sinere Schwöster doch Kleider und es schlofmätteli becho.
- Die Cardinal Bar isch tiptop gsi!
- Ar Männerigi ihres Motto am Fritig isch gsi: Wo war ich in der Nacht? Von Freitag auf Montag? War ich drei, drei Tage wach? Oder einfach im Koma?
- Es isch sich nid jede sicher gsi ob dr Tour Guide Affpadri würk weiss wo dürre?
- D Alina het ihri Sunnerbrille verlore im See wiu si z töif isch go tauche.
- Dr. KH vo Lommiswil het s brüünä verwächslet mit röötää