, von Burg Tobias

Der TV Lommiswil am ETF 2025 in Lausanne die Saga Teil 3

Saga Teil 3 «Seriöser Wettkampftag»

Der Samstag-Morgen kam für einige schneller als ihnen lieb war. Malibu Orange Beni zum Beispiel wachte mit dem «Fischerhüetli» von Dave auf dem Kopf auf – wie das auf seinen Kopf kam ist heute noch nicht in Erfahrung gebracht worden. Vielleicht lag die kurze Nacht auch daran, dass andere Vereine bereits um 06.00 Uhr mit dem Zeltabbau starteten. Zum Glück war el pequeño Pedro nicht im Zelt, sonst hätte es wahrscheinlich kurz «ghäscherett» - wie wir von früheren Turnfesten wissen, benötigt er am Morgen etwas länger bis Geist und Seele in einen ruhigen Zustand versetzt sind.

Für die Turner von Lommiswil gab es an diesem Samstag grundsätzlich drei Ziele: 1. Mittagessen um 13.00 Uhr in Ouest Chavannes, 2. Wettkampfteil (bestehend aus Barren, Steinheben und Fachtest), 3. Durchhalteübung im Festzelt. Für unseren Üüüeli gab es womöglich ein Zwischenziel bei der Promenade mit bestem Ausblick. Der Tagesablauf scheint auf den ersten Blick grundsätzlich normal – aufstehen, etwas essen, turnen und dann ab in die Federn. Doch «normalerweise» geht man an ein Turnfest, dann wird geturnt, später folgt das gemeinsame Abendessen und dann geht es ab in die Federn. Dass der Wettkampfteil erst am Samstagabend startet war für alle daher ein bisschen ungewohnt – so waren auch die Szenen auf dem Festgelände teilweise bizarr. Während sich die Turnerinnen und Turner von Lommiswil auf den bevorstehenden Wettkampf vorbereiteten, war die Stimmung bei den meisten anderen Vereinen feucht fröhlich ausgelassen – weil diese natürlich den Wettkampfteil schon hinter sich hatten. Wie wir später sehen werden, beeindruckte das die Turner überhaupt nicht.

Das erste Ziel, das Mittagessen, erreichte man ohne Probleme. Zur Freude aller waren sogar sämtliche Turner pünktlich beim Treffpunkt – sogar AirTag Domenico fand den Weg dorthin. Bei der Menüauswahl freuten sich alle, besonders Messi Messer war hell begeistert von der Auswahl – endlich gab es Riz Casimir sein Leibgericht. Aber auch das Thai Curry sah verführerisch respektive trügerisch aus. Am liebsten hätten die Turner bei Daniel Bumann nachgefragt, ob das «Poulet» effektiv Poulet, Planted Poulet, Katze oder doch Hund war. Einen Michelin Stern bekommen hat auf jeden Fall der wohlwollende Sirup – wie zu besten Zeiten in der Bäckerei & Café Sägesser («Sägi») in Lommiswil. Gestärkt machten man sich nach dem Mittagessen noch einmal auf den Weg zum Zeltplatz. Dort wurde alles, was die Turner benötigten, zusammengepackt und los ging es. Unter der Führung von el pequeño Pedro, welcher ortskundiger erschien als unser Tour Guide Affpadri, erreichte das Barrenteam die Wettkampfanlage Beaulieu ohne nur einmal falsch abzubiegen. Wahrscheinlich lag dies daran, dass Pedro wie ganz ganz ganz früher einen physischen Ortsplan ausgedruckt dabei hatte. Die Barrenturner hatten dann einige Minuten für sich selbst und konnten den anderen Vereinen zuschauen, bevor dann das eigene Programm vorgeturnt werden musste. Das Wetter war bis zum Eintreffen bei der Wettkampfanlage hervorragend. Doch genau als die Barrenturner mit dem Einlaufen starteten zogen dunkle Wolken auf. Unbeirrt von den Geschehnissen rund um die Barrenturner war jeder sehr konzentriert und fokussiert. Die Startzeit 16:12 kam immer näher und dann war es endlich soweit – mit den Worten von el pequeño Pedro «paraaaat» ginge es los! 3 Minuten und 44 Sekunden dauerte das Geschehen – der beste Wettkampfdurchgang, den das Barrenteam in dieser Saison vorführte. Nicht nur die Barrenturner waren zufrieden, auch Coach Schnyder, der extra mit seiner Familie nach Lausanne angereist war, freute sich über die Vorführung. Merci Schnyder für di Isatz und die unzählige Stunde wo mit üs ir Halle hesch verbrocht! S Resultat cha sich gseh loh! Mir vom Turnverein wünsche dir witterhin alles Gueti und viu viu Kraft #zäme starch!

Nachdem das Barrenteam geturnt hatte, ging es Schlag auf Schlag. Unsere kräftigen Steinheber mussten direkt weiter, da ihr Wettkampf um 17:54 Uhr in Dorigny begann. Das Wetter zeigte sich an diesem Nachmittag von seiner schlechteren Seite und so zogen weiter Wolken auf und teilweise setzte Regen und leichter Hagel ein. Aus diesem Grund zogen die Steinheber ihren Wettkampfstart vor und starteten ein bisschen früher, um allenfalls einem Gewitter zu entgehen. Unglücklicherweise verlief der Wettkampf der Steinheber ganz und gar nicht ihren Vorstellungen und so liess man wertvolle Punkte liegen. Ob dies nun am Wetter oder den «speziellen» Steinen lag, sei dahingestellt – das nächste Mal läufts sicher besser. Viel Zeit, um über die Hebungen zu diskutieren, hatten die Turner von Lommiswil nicht, denn um 19:36 Uhr folgte der Abschluss des Wettkampfes mit dem Fachtest – und dort wollten alle nochmals ihr Können unter Beweis stellen. Nicht nur das Wetter verbesserte sich im Verlaufe des frühen Abends, sondern auch die Leistungen der Lommiswiler Turner. Die angepeilte Note von 10.00 konnten diverse Teams im Fachtest erreichen und so war zumindest der Abschluss dieses ETFs erfolgreich. Nun konnte der vierte Wettkampfteil gestartet werden. Nach einer Abkühlung im Lac Léman, direkt neben der Fachtest Wettkampfanlage, verschoben die Turner zum Zeltplatz, um anschliessend erneut das Festgelände unsicher zu machen.

Als hätte man es geplant (wahrscheinlich eher zufällig) trafen sich die Turner des Turnvereins auf dem Festgelände wieder. Wie üblich wurden wieder mehrere Festbänke zusammengerückt und so fand jeder einen Platz. So konnten alle Turner ihren Hunger und vor allem ihren Durst stillen, ehe es dann zum prallgefüllten Festzelt ging. Ein wunderschöner Sommerabend neigte sich somit langsam (für einige gar nicht) dem Ende zu und es bleiben einmal mehr beste Erinnerungen.

Der restliche Abend lässt sich nachstehend zusammenfassen:

So meine Freunde, folgt mir geschwind ins Partyland

Dort bin ich überall bekannt

Ein kleiner Blick nach links, ein kleiner nach rechts

Und schon geht es los

Party Hard, Party Hard ich mach mir 'ne Schnitte

Party Hard, Party Hard ich möchte es bitte

Party Hard, Party Hard ich bin heut am Start

Party Hard, Party Hard ich bin im Gokart

Denn ich dance mit de Gänse

Wer wie, in welchem Zustand und wann den Weg zum Zelt fand bleibt ein Geheimnis. Nur so viel: Malibu Orange Beni kann den «Kopfstand» nicht nur am Barren, sondern auch um 05:40 im Zelt.

Fazit des Tages:

-              Bädele, Sünnele, Turne und Feschtä – das chöi d Lommiswiler Turner am bestä!

-              Dr viert Wettkampfteil hei mir sicher mit Abstand gwunne!

-              Schön ischs gsi in Dorigny!

-              Schad heimer die Schaukelring nid gfunde – dr KH het drum versproche gha dass er üs e Salto würd zeige!

-              Üse Malibu Orange Beni het leider nid ufe Papi glost – «Besser Frauen statt Alkohol», dä Pitcher Malibu Orange het er aber definitiv verdient gha.

-              Dr Küssu isch würk dr best «Töff-Fahrer» wo mir im Turnverein hei!

-              Dr Fabritsche het denkt er cha am 5ii no ufemne Velo ohni Vorderrad fahre.

-              Dr Fabijanski het si Geist-Modus chönne überwinde (und das ohne Mate)!

-              So viu Tische ufenand het eue no ke Turner gesh imne Festzelt.

-              Nid wie am KTF, aber dasmal heimer würk dr Sunneufgang gseh.

-              Wer het am Dave am Morge am 05:40 wohl es Bier agläärt?