Vereinsreise TV Lommiswil 2025
Die Vereinsreise 2025 ist seit Längerem Geschichte, was bleibt sind einmal mehr unvergessliche Erinnerungen. Der Autor möchte aber nochmals das Geschehene revue passieren lassen – keine Angst während dieser Vereinsreise wurde kein Wort Französisch oder Walliserdeutsch gesprochen, sondern auf die altbewährte Deutsche Sprache gesetzt. Für die Leser, welche sich nicht mit dem Bericht der letzten Vereinsreise 2024 auseinandergesetzt haben, nachstehend ein kleiner Ausschnitt wie die diesjährigen Organisatoren auserkoren wurden:
Erfreulich ist ausserdem, dass die Organisatoren für die nächste Vereinsreise bereits gefunden wurden. Keine Geringeren als Mr. Mammut und K.H. aus Lommiswil werden diese organisieren. K.H. dazu: «bi minere Vereinsreis woni organisiere chöit dir d Wanderschueh garantiert deheime lo – do wird kei Meter gwanderet!». Mr. Mammut: «Ig mache das scho, aber nämmet eifach gnueg Geld mit!»
Ob diese zwei Turner ihre grossen Versprechen halten konnten, werden wir in den kommenden Abschnitten erfahren. Eines vorneweg: Mr. Mammut trägt neu den Spitznamen KAPO-Posterboy und sorgte sich 24/7 um die Sicherheit der Turner. Bei K.H. aus Lommiswil blieb alles wie beim Alten -leider auch die Trainingsanwesenheit.
Der Samstag, 20. September war also gekommen und die angemeldeten Turner freuten sich riesig auf die bevorstehende Vereinsreise. Von A wie Winkel-Andy bis Z wie Zubinden Senior waren alle dabei. Was die Turner erwartete war jedoch noch streng geheim, nicht einmal die Organisatoren wussten, ob alles klappen würde. Selbst beim Infoschreiben liessen sich die zwei Turner nicht in die Karten blicken. Mitzunehmen waren die ID/Pass, das grosse Porte-monnaie, frische Unterhosen und die Vereinsbekleidung. Weiter war es wichtig, dass sich die Turner nüchtern am Samstag-Morgen besammelten. Vom genauen Programm und über das Ziel verloren K.H. aus Lommiswil und Top Secret KAPO-Posterboy kein Wort. Gemäss unserem Freund und Helfer (nein nicht unsere uniformierten Tschugger sondern ChatGPT) ist ein Infobrief wie folgt definiert: «Ein Infobrief (Kurzform für Informationsbrief) ist ein schriftliches Mitteilungsformat, das dazu dient, eine bestimmte Zielgruppe kurz, sachlich und verständlich über ein Thema, eine Neuerung oder ein Ereignis zu informieren.» Gut, um ehrlich zu sein wären allzu detaillierte Informationen auch schwer verständlich gewesen für die Turner aus Lommiswil und das Risiko, dass eine Ehepartnerin intervenieren würde, doch zu hoch – vom dem her alles richtig gemacht. Nachdem also am HB Solothurn sämtliche Turner in den zwei Autos verstaut waren, konnte es losgehen. Dem Autor wäre an dieser Stelle noch fast untergegangen, dass ein Turner in Lommiswil vergessen wurde (war er nicht pünktlich? hatte sein Mami die Tasche nicht richtig gepackt?). Die Parallelen zur Männderriege sind kaum zu übersehen. Ein Büssli musste somit nochmals ins wunderschöne Lommiswil fahren, um den fehlenden Turner aufzuladen. Am Schluss war man dann aber vollzählig. Während andere Vereine eher feudale Vereinsreisen und Fortbewegungsmittel wie ein Schiff bevorzugen, mögen es die Turner aus Lommiswil einfach. Der erste Stopp liess unerwarteterweise nicht lange auf sich warten. Nein, nicht wie üblich war es keine «Pipi-Pause», sondern effektiv das erste Ziel. Man war bei den Kleinkaliberschützen in Luterbach angekommen. Die Turner konnten somit ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen ooooder auch nicht. Da die lange Anreise den meisten Turnern alles abverlangte, gab es zur Aufmunterung ein Gipfeli und die erste Hopfenperle (für einige evt. doch noch zu früh) – ganz nach dem Zitat von Schiller: Früh übt sich, was ein Meister werden will! Meister im Schiessen wurde aber definitiv keiner der Turner. K.H. glänzt zwar mit seiner graziösen Liegeposition, beim Treffen half diese aber nicht. Unser Küssu hatte zwar den Vorteil, dass er durch seine Grösse näher am Ziel war – doch auch das gab nicht die gewünschte Garbe. Tobi Wan Kenobi hätte besser mit geschlossenen Augen geschossen. Und unser Obergärtner aus Lommiswil hätte besser das Luftgewehrli von Hand zum Ziel geworfen. Dass es sich um Turner und nicht um Schützen handelte war somit klar – unsere Stärken liegen definitiv im Turnsport. Einzig Winkel-Andy behielt ein ruhiges Händchen und ergatterte sich den ersten Platz. Es wurde gemunkelt, dass er dem KAPO-Posterboy etwas beweisen wollte, um so beim nächsten Familientreff prahlen zu können. Am Ende des Vormittages gab es dann noch Würste vom Grill (natürlich von der Familie Hofer aus Lommiswil) und man musste sich auf die Weiterreise machen.
Um das Geschehen der Autofahrt zu überbrücken, dürfen die Leser kurz in die 1980er abtauchen:
There's a place I know
Where we should go
(Hi-de-hi-de-ho)
Won't you take me there
Your lady fair
(Hi-de-hi-de-ho)
There's a brook nearby
The grass grows high
(Hi-de-hi-de-ho)
Where we both can hide
Side by side
(Hi-de-hi-de-ho)
Hooray! Hooray!
It's a holi-holiday
What a world of fun
For everyone
Holi-holiday…
Die Ferienstimmung kehrte nun definitiv bei den Turnern ein und alle freuten sich auf die kommenden Programmpunkte.
Das zweite Ziel wurde im Infobrief mit «Weiterbildung bei einem Kulturgut» angekündigt. Da einer der Organisatoren K.H. aus Lommiswil war, konnte man auf der Autobahn Richtung Basel erahnen was folgen würde. Geplant war ein Rundgang in der Brauwelt Rheinfelden - ganz nach dem Gusto von K.H. Die Turner erhielten während der ca. 120-minütigen Führung sämtliche Informationen zum Feldschlössen Bier inklusive Bierdegustation. Die Augen der Turner beim Brauereirundgang funkelten nur so vor sich hin. Am Ende des Rundgangs aber noch vor der Bierdegustation machten die Turner Bekanntschaft mit den 8 stärksten Mitarbeiter von Feldschlösschen – den Brauereipferden. Im Stall in Rheinfelden residieren acht belgische Kaltblutpferde. Aufgrund eines Anlasses waren aber lediglich zwei Brauereipferde vor Ort. Obwohl die grossen Pferde den Turnern imponierten, verwandelten sich der eine oder andere Turner in einen richtigen Pferdeflüsterer. Was zwischen Turner und Tier ausgetauscht wurde bleibt wie fast alles an dieser Vereinsreise streng geheim. Die Bierdegustation und das «Plättli» rundeten die Entdeckungsreise in Rheinfelden ab und wieder war es Zeit für die Turner weiterzuziehen (auch wenn ein paar Turner noch gerne länger mit den Rössli gesprochen hätten).
Für die Weiterfahrt kann sich der Leser nun wieder den klassiker von Boney M. zu Gemüte führen.
Das Endziel des ersten Tages erreichten die Turner am späteren Nachmittag. Angekommen war man in Freiburg im Breisgau. Wie immer ging die Zimmerverteilung sehr schnell. Einige folgten dem, der Bier dabeihatte. Andere wollten nicht in einem Kinderzimmer übernachten und bildeten eine Gruppe. Wieder andere marschierten einfach in irgendein Zimmer – Hauptsache man hat ein Bett zum Schlafen. K.H. aus Lommiswil und KAPO-Posterboy verschwanden selbstverständlich im Séparée um genügen Schlaf und Zweisamkeit zu erhalten. Nach dem Bezug der Zimmer eruierte eine neugierige Truppe die Saune im Hotel. Nach einem kurzen Funkspruch in der Whatsappgruppe war die Mini-Sauna von den Lommiswilern eingenommen. Es wurde noch kurzerhand der Alarm ausgelöst, aber so schnell die Turner auch in der Sauna waren umso schneller war der Spuk dann auch wieder vorbei. Beim reservierten Abendessen im Hotel liessen sich alle verköstigen, bevor es dann aber «richtig» losgehen konnte. K.H. hielt noch eine eindrucksvolle Ansprache und ermahnte gewisse Turner am nächsten Morgen doch bitte pünktlich zu erscheinen. Während eine kleine Gruppe im Anschluss an den Festschmaus eine Bar in unmittelbarer Nähe ausfindig machte, zog es die Jungen Wilden in die Innenstadt von Freiburg. Das Ziel war eigentlich die Clubs unsicher zu machen, doch das Spannendste an diesem Abend war wohl die Hinfahrt zu Innenstadt im Mercedes AMG mit Scooter Sound. Nichtdestotrotz, der Schlappen (Name einer Bar) und das Bier dort können die Turner definitiv weiterempfehlen. @Ramona vom Schlappen: Das Drifters und Jazzhaus isch also für gaaarnüt gsi! Ringel, Ringel, Reihe tanzen in einem Club haben wir definitiv das erste Mal gesehen – und hoffentlich das letzte Mal! Als die Turner spät abends oder sehr früh Morgens zurück im Hotel ankamen, ging da gerade die Post ab. Zwei Oldies trieben an der Bar noch ihren Schabernack und hinter der Bar hätte man meinen können würde Jönu C. höchstpersönlich arbeiten. Da man am nächsten Morgen oder in ein paar Stunden bereit sein musste für die Weiterfahrt, schlichen sich nach und nach die Turner in ihre Bettlein (oder auch nicht).
Der nächste Morgen kam schneller als den Turnern lieb war. Einige waren perfekt ausgeruht wie zum Beispiel unsere Organisatoren K.H. und KAPO-Posterboy (das lag aber wahrscheinlich an der schönen Zweisamkeit in der Nacht). Andere konnten sich leider nicht richtig erholen, weil wieder andere praktisch die ganze Nacht auf dem Töpfchen verbrachten. Der Sonntag stand unter dem Motto «Mutprobe» und so machten sich die Turner auf den Weg in den Europapark. Beim Gedanken an die wilden Achterbahnen wurde einigen wieder flau im Magen. Für diese Turner war allein die Autobahnfahrt in den Europapark genug Achterbahn. Die Vorfreude auf den Park war gross, doch das Bewusstsein, dass die Achterbahnen nach einer eher wilden Nacht nicht optimal sind, wurde ausgeblendet. Aus diesem Grund gingen es die Erfahrenen ruhig an und verbrachten einen entspannten Tag. Das höchst der Gefühle war wohl die Tiroler Wildwasserbahn bei dieser Gruppe ;). Und selbst da gab es Turner, die Angst hatten vor oder hinter gewissen Turnern zu sitzen, war doch die «Spritz-Gefahr» besonders hoch. Ach lieber Rolando wir hätten dich liebend gern von weiter Ferne auf der Voltron beobachtet – das Lutz beim Ausgang hätten wir dir selbstverständlich auch noch bezahlt. Die jungen Wilden gingen All-in und direkt zur Voltron. Hätte diese Gruppe den Beschrieb der Voltron im Voraus gelesen, wären allenfalls noch einige mehr vor dem Eingang abgesprungen. «Mit Voltron Nevera erwartet Sie ein actiongeladenes Achterbahn-Highlight mit zahlreichen innovativen Elementen, darunter sieben Inversionen, vier Launches, 2,2 Sekunden Schwerelosigkeit am Stück und der steilste Launch der Welt mit 105 Grad.» Ja liebe Leserinnen und Leser, diese Achterbahn hat es in sich – einfach nur WOW! Die Kopfschmerzen und das flaue Gefühl im Magen verschwinden nach dieser Achterbahn aber trotzdem nicht ;). Was dagegen hilft? Klar, die nächste Achterbahn. So oder ähnlich ging es weiter bei dieser Gruppe bis zum Schluss. Die meisten dachten wahrscheinlich noch zuhause im Bett sie sein auf irgendeiner Achterbahn. Nebst den wilden Achterbahnen fanden die Turner, wie auch schon die Jugeler einige Wochen zuvor, Cinderella wieder. Ein Traum wurde wahr für die Turner und jetzt hat jeder das gemachte Bild im Schlafzimmer aufgehängt. Die Zeit im Europapark verging, wie im Flug und leider musste man sich auch dort einmal verabschieden. Ein kurzer Halt (wie auch schon mit der Jugi) beim Süssigkeiten Stand und ab nach Hause.
Die Rückfahrt war nach so einem Tag entsprechend entspannt und viele Äuglein blieben geschlossen.
Vielen Dank den Organisatoren! Ihr beide habt das wunderbar gemacht und es war für jeden Etwas dabei! Auch die Versprechen habt ihr gehalten:
Wanderschuhe zuhause lassen --> check
Kein Meter Wandern --> check
Grosses Porte-Monnaie --> werden die Turner noch sehen – check ;)
Das Motto des Europa-Parks "Zeit.Gemeinsam.Erleben" passt genau so gut zum Turnverein – schliesslich freuen wir uns schon jetzt auf die nächste Gelegenheit, gemeinsam etwas zu erleben.
PS: die Bilder sind wie immer auf unseren Flickr-Account zu finden (https://www.flickr.com/photos/tvlommiswil/albums/72177720329346855/)